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Aggressionen sind Brücken oder sie sind Festungen. Wie Liebe und Zorn unter einen Hut kommen.

 

In our tradition there ist no such thing as a ‚personal problem‘.

A personal grief is a problem of the community not dealt with.

(Sobonfu Somé)

 

Herzensverbindung, Vertrauen, Geborgenheit, Wachstum: Die Natur hat uns nach Dan Casriel die tiefsten Emotionen gegeben, um diese Sehnsüchte zu spüren. Je weniger wir fühlen, desto weniger Herzensbedürfnisse können wir erfüllen. Die Liebe hat keine Chance. Wut wird in Gemeinschaften zurückgehalten und angesammelt, ohne dass die eigentliche Sehnsucht ans Licht kommt. Unweigerlich kommt es zu Parteiungen und zum Aufbau von Feindbildern – all das manchmal sogar inklusive GfK.

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Casriel meets Rosenberg: Auch unter Einsatz der GfK kann es in unserer „emotionalen Mangelkultur“ (Zitat Casriel) Probleme geben, die dann immer erst nach einiger Zeit erkennbar werden. Wir neigen dazu, aufgestautem Ärger nicht bis auf den Grund nachzuspüren, ihn womöglich ohne herzhaften Ausdruck einfach nur zu benennen. Schade um den ungenutzten Teil an aufgestautem Leben – er ließe sich nutzen zu „wohliger Reibungswärme“ (Jesper Juul) und zu liebevoller Verbundenheit.

Marshall Rosenberg (GfK; Buch: „Was deine Wut dir sagen will“) wuchs im gewalttätigsten Viertel von Detroit auf. Die Bereitschaft, mörderische Wut zu fühlen und zu zeigen, war durch den Rassismus in Detroit zum Übermaß vorhanden. „Heiliger Zorn“ in Form von konstruktiver, gewaltfreier Wut zum Schutz der Schwächeren kam dort nicht vor. Rosenberg wurde durch sein extrem aggressives Umfeld zuerst geprägt und dann während seines Studiums zu seinen Ideen, Methoden und Werkzeugen inspiriert.

Dan Casriel (Bonding; Buch: „Die Wiederentdeckung des Gefühls“) hatte zu dieser Zeit bereits seine Praxis in einer „besseren“ Gegend von New York. Die Inspiration zu seinen Ideen, Methoden und Werkzeugen erlangte Casriel durch die extrem emotionsgehemmte Mittelschicht mit ihren Beziehungs- und Suchtproblemen. Casriel ermutigte seine Teilnehmer zu eruptiven Emotionen und inniger Nähe miteinander, um gleichzeitig die tiefen Bedürfnisse aufzuspüren.

Wohlige Reibungswärme: Gewaltfrei im Sinne von Dan Casriel ist eine emotionale Auseinandersetzung ohne Beleidigungen, Schuldzuweisungen, Unterstellungen und am besten auch ohne das Wort „Du“. ICH übernehme Verantwortung für meine Gefühle. ICH  übernehme Verantwortung für mein Nein. ICH mache klar, was ich stattdessen will. Aggressionen werden nicht mehr gegen jemand eingesetzt sondern nur noch FÜR etwas (was heiligen Zorn erst heilig macht), z.B. für die Beziehung. Menschen, die einander vor Minuten noch spinnefeind waren, können sich tief bewegt in den Armen liegen.

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Teilnehmerfeedback über “Ihre Referenten“:

„Günter, die Erfahrungen der beiden Wochenenden mit dir und deiner Arbeit bewegen mich innerlich weiter, so etwas wie „Mobilmachung“ fühle ich in mir. Ich schätze deine tiefgreifende/einfühlsame und freilassende Art sehr und das lässt mein Vertrauen und meine Sehnsucht wachsen. Diese innere Arbeit als gemeinsame Ausrichtung suchte ich bisher vergeblich in allen Gemeinschaftsprojekten, die ich in Deutschland kennengelernt hatte.“ – Tanztherapeutin Helga S. (Osnabrück, 60 Jahre)

 

Potentialentfaltung-Günter-VoelkDie emotionale Beziehungsklärung ist ein Lieblings- und Spezialgebiet von mir als Coach, Trainer und ehemaligem Therapeuten (1985 bis 2015 Arbeit als Heilpraktiker mit Bonding, TA, Gestalt, Encounter, Hakomi). Ich bin 1952 in Nürnberg geboren und lebe mit meinem jüngsten Sohn (3 Jahre) und seiner Mutter in der Gemeinschaft Ziegenhagen i.Gr.

Eines meiner Lieblingszitate: „Die Vernunft kann sich mit größerer Wirkung dem Unrecht entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht“ (Papst Gregor I., 590 n. Chr.)

„Der heilige Zorn ist ein gerechter Zorn über etwas eindeutig Ungerechtes. Er richtet sich nicht gegen Menschen. Im Idealfall führt er dazu, sich nicht nur über eine ungerechte Sache zu ärgern, sondern sich dafür einzusetzen, sie zu beseitigen. Sie deutlich zu benennen, aktiv zu werden und selbst barmherzig zu handeln oder andere zum Handeln zu bewegen. Heiliger Zorn kann also wertvoll sein, weil er Energien freisetzt, die dazu beitragen können, etwas zu verändern. Der Ärger wird beim heiligen Zorn in positive Energie umgewandelt. Das unterscheidet ihn von seinem alltäglichen Bruder.“ (Wikipedia)

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